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TOURISMUS

Der Tourismus in Madagaskar steckt noch in den Kinderschuhen und entwickelt sich derzeit sehr langsam. Derzeit sind etwa 20 Prozent der madagassischen Bevölkerung im Tourismussektor beschäftigt. Für dieses sehr arme Land, das vor allem von der Landwirtschaft als einer wichtigen Einkommensquelle abhängt, ist dies ein erheblicher Teil. Wenn Regierung und Bevölkerung übereinstimmen, sollte der Tourismus in Madagaskar in Zukunft erheblich ausgebaut werden.

Der Tourismus in Madagaskar könnte zu einer Hoffnung auf eine nachhaltige Einkommensquelle werden. Die Reisemöglichkeiten bieten eine unglaubliche Vielfalt an Landschaften und Urlaubsmöglichkeiten. Nur wenige von ihnen sind derzeit für Besucher zugänglich, die dieses faszinierende Land besuchen wollen. Dies ist zum Teil auf die begrenzten Möglichkeiten des gepflasterten Straßennetzes, die großen Entfernungen und die begrenzten und teuren internationalen Flugverbindungen zurückzuführen. Seit Anfang der 80er Jahre haben sowohl die Entwicklungsländer als auch Madagaskar ihre Beteiligung am internationalen Tourismus erhöht, wobei die französischen Reisenden eindeutig dominieren. Es ist unbestreitbar, dass der Tourismus neue Möglichkeiten für Entwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen in armen Regionen und strukturschwachen Ländern bietet. In mancherlei Hinsicht kann der Tourismus für viele Entwicklungsländer ein wichtiges Wachstumszentrum sein.

Das Reisen in einem Land und das Entdecken anderer Kulturen fördert die Beteiligung der lokalen Bevölkerung an den verschiedenen Phasen des Tourismusprojekts. Das Ergebnis ist eine gerechtere Verteilung der Ressourcen. 2008 galt als ein sehr gutes Jahr für den Tourismus. Offiziellen Statistiken zufolge hatte Madagaskar damals fast 300.000 Touristen. Ein Jahr später kam jedoch die politische Krise, die verheerende Folgen für die Entwicklung dieses Sektors hatte. Konkret bedeutet dies, dass vor und nach der Krise auf der viertgrößten Insel der Welt weitaus weniger Besucher waren als auf der benachbarten relativ “kleinen” Insel Mauritius. Viele Naturschutzverbände und -projekte gehen auch davon aus, dass die verschiedenen Aufgaben in diesen Gebieten viel einfacher zu realisieren wären, wenn aufgrund der gestiegenen Touristenzahlen mehr Geld in die Kassen Madagaskars gelangen würde. Die folgende Übersicht soll einen Eindruck von den Besonderheiten Madagaskars als touristisches Ziel vermitteln. Darüber hinaus ist es wichtig, die verschiedenen Probleme hervorzuheben, die den Aufschwung der Tourismusindustrie in Madagaskar in den letzten Jahren verhindert haben und die sie auch heute noch betreffen.

 

Die langen Strecken

Madagaskar ist mit mehr als 550.000 Quadratkilometern die viertgrößte Insel der Welt. Viele Teile der Insel sind noch nicht verkehrstechnisch erschlossen. Asphaltstraßen oder mit dem Auto erreichbare Straßen sind daher selten. Das ist ein echtes Problem, vor allem wegen der langen Strecken. Auch Witterungseinflüsse spielen eine wichtige Rolle: Nach starken Regenfällen sind die wenigen Straßen manchmal unpassierbar und Touristen können an gleicher Stelle blockiert werden. Ein kompletter Reiseplan, der am besten von erfahrenen Einheimischen durchgeführt wird, kann in diesem Fall Abhilfe schaffen. Deshalb planen wir unsere Natur- und Entdeckungsaufenthalte mit größter Sorgfalt. Wir passen uns den traditionellen Regenzeiten an und haben immer einen alternativen Plan für den Fall unvorhergesehener Ereignisse parat. Unsere Website bietet Ihnen viele Möglichkeiten, sich über unsere Reisepakete zu informieren. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter und die Planung und Logistik wird von uns immer persönlich an die Wünsche und Erwartungen unserer Gäste angepasst.

Ungünstige Zugänglichkeit

Durch die Kolonisation Madagaskars durch die Franzosen hat sich auf der Insel eine starke Konzentration auf französische Touristen entwickelt. Lange Zeit waren die Franzosen die einzigen, die Madagaskar besuchten. Inzwischen hat sich die Situation ein wenig verändert, denn auch englische, deutsche und sogar asiatische Touristen kommen immer öfter auf die rote Insel. Dennoch kann als offensichtliche Lücke verstanden werden, dass die direkten Flugverbindungen zwischen diesen Ländern und Madagaskar immer noch ein Traumziel sind. Bisher gibt es vor allem Flugverbindungen aus Europa, die in Frankreich beginnen. Dies kann als zusätzlicher Grund dafür angesehen werden, dass viele Urlauber andere Inselstaaten oder Inseln als Ziel bevorzugen.

 

Keine Luxusferien in Madagaskar

Viele Menschen, die beispielsweise ins benachbarte Mauritius reisen, streben nach einem Luxusurlaub der Extraklasse: Kilometerlange Sandstrände, All-Inclusive-Pakete und viele andere Attraktionen warten dort auf die Touristen. In Madagaskar sieht die Sache etwas anders aus: Es gibt keine Luxushotels an jeder Straßenecke und diejenigen, die nach Madagaskar reisen, suchen eher nach Abenteuer als nach Wohlbefinden und einem erholsamen Urlaub. Viele Individualtouristen, die in kleinen Gruppen reisen, kommen gerne nach Madagaskar. Der Massentourismus hatte sich in Madagaskar noch nie zuvor entwickelt und es besteht daher immer noch die Möglichkeit, die verschiedenen Nationalparks und Naturschutzgebiete individuell zu erkunden und so die Vielfalt einzigartiger Erlebnisse zu erleben. Wer nach Madagaskar reist, muss auf Luxus verzichten können und flexibel sein. Viele Häuser sind nicht luxuriös und entsprechen oft nicht den europäischen Standards. Lokale Bedingungen, die von Region zu Region variieren können, müssen akzeptiert werden und es kann vorkommen, dass es plötzlich nicht mehr wie geplant läuft. Infolgedessen ist Madagaskar noch nicht bereit für den so genannten Massentourismus und Pakete. In einigen Gebieten gibt es jedoch luxuriöse Hotelkomplexe wie Nosy Be Island. Außerdem besticht die Insel durch ihre atemberaubenden Sandstrände. Schließlich bietet Madagaskar eine so reiche Flora und Fauna, dass alle Naturliebhaber begeistert sein werden.

Zukunftsperspektiven für den Tourismus in Madagaskar

Der Tourismus in Madagaskar sollte in Zukunft stärker ausgebaut werden, oder das Angebot sollte bekannter werden. Vor allem im englischsprachigen und deutschsprachigen Raum haben viele Menschen bereits von der außergewöhnlichen Insel Madagaskar gehört, aber es gibt keine attraktiven Reiseangebote. Für die Bewohner der Insel wäre jedoch eine Ausweitung des Tourismus sehr wichtig, da dadurch ein großer Teil der Bevölkerung aus der Armut befreit würde. Darüber hinaus könnte mehr Geld in den Naturschutz in Madagaskar investiert werden. Viele Werbemaßnahmen in Deutschland, aber auch in den Niederlanden, Österreich und der Schweiz zielen darauf ab, Touristen aus diesen Ländern nach Madagaskar zu führen. Damit diese Entwicklungen jedoch wirklich Wirkung zeigen, ist es wichtig, dass in diesen Gebieten in Madagaskar selbst viel Geld investiert wird. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Schönheiten dieser beeindruckenden Insel für die Menschen im deutschsprachigen, russischen und asiatischen Raum sichtbar zu machen. Mit unseren verschiedenen Reisepaketen gehen wir auf die unterschiedlichen Interessen potenzieller Touristen ein. Von der Kultur über die Geschichte bis zur Natur – alles ist möglich und wir sprechen gerne mit Ihnen über Ihre Wünsche für einen Urlaub in Madagaskar.